Unter der Integrität eines Datenbestandes versteht man seine Richtigkeit und Vollständigkeit. Die Integrität kann zum Beispiel durch die Nichtbeachtung des Wertebereichs eines Attributs (eine Monatszahl 13 eingeben) oder fehlendes Nachführen geänderter Werte (einen Zivilstandswechsel nicht fortschreiben) verletzt werden. Viele Integritätsverletzungen lassen sich durch einen sorgfältigen Datenentwurf vermeiden.
Wichtige Integritätsbedingungen sind die Entitäts- und die Beziehungsintegrität. Die Entitätsintegrität verlangt, dass jede Tabellenzeile durch eines oder mehrere Primärschlüsselattribute eindeutig bestimmt ist. Die Beziehungsintegrität (referenzielle Integrität) verlangt, dass zu jedem Fremdschlüsselwert der einen Tabelle ein passender Primärschlüsselwert der anderen existiert (1:n-Beziehung).
In MS Access können Sie mit einem Doppelklick auf eine Verbindungslinie zweier Tabellen des Datenbankstrukturdiagramms (»F11 und Rechtsklick/Beziehungen) die Eigenschaften der referenziellen Integrität einer 1:n-Beziehung festlegen:
Bei referenzieller Integrität im engeren Sinn können Sie eine Detailzeile nur dann einfügen, wenn eine Hauptzeile mit dem entsprechenden Primärschlüsselwert existiert. Ausserdem können Sie den Primärschlüsselwert einer Hauptzeile nur dann ändern, wenn nachher keine Detailzeilen "in der Luft hängen". Andernfalls erscheint eine Fehlermeldung.
Bei Aktualisierungsweitergabe an Detailfeld wird der entsprechende Fremdschlüsselwert der Detailtabelle automatisch geändert, wenn Sie den Primärschlüsselwert einer Hauptzeile ändern.
Bei Löschweitergabe an Detaildatensatz werden automatisch alle entsprechenden Detailzeilen gelöscht, wenn Sie eine Hauptzeile löschen.
Sie können die BenutzerIn mit einer Ereignisprozedur über den Konsequenzen einer Lösch- oder Aktualisierungsaktion informieren.